HD beim Hund

 HD beim Hund? Nicht bei diesem Hüftgelenk!

HD beim Hund

Wofür steht HD?

HD ist die Abkürzung für die Hüftgelenksdysplasie, die ebenso beim Menschen wie auch bei Tieren vorkommt. Es existiert nicht nur eine HD beim Hund, sondern auch bei Katzen, Kaninchen, Rindern oder Pferden. Und weitere Tierarten sind außerdem betroffen.

Interessanterweise betrifft HD eher Tiere in Gefangenschaft bzw. domestizierte Tiere. Je nach Gewicht und Schweregrad ist es für das betroffene Tier ein geringes (Katze) oder schwerwiegendes Problem (Rottweiler).

Und was genau ist HD?

Dazu halten Sie sich bitte kurz vor Augen, wie ein gesundes Hüftgelenk aussieht: Der obere Teil des Oberschenkels liegt in der Hüftgelenkspfanne, wird durch diese gestützt und erreicht so eine gute Stabilität. Bei der Hüftgelenksdysplasie ist die Hüftgelenkspfanne so abgeflacht, dass der Kopf des Oberschenkelhalses nicht mehr gut in der Pfanne liegt.

In diesem Video habe ich das anhand eines Hundeskeletts erläutert: 

Ist HD gleich HD?

Die Beurteilung eines Hüftgelenks erfolgt in 5 Graden:

  • Grad A: Keine Anzeichen für eine HD
  • Grad B: Verdacht auf HD
  • Grad C: leichte HD
  • Grad D: mittlere HD
  • Grad E: schwere HD

Grad C wird noch in die Stufen 1 und 2 unterteilt. Stufe 1 wird für Züchtungen noch toleriert, C2 nicht mehr.

Wie wird eine Hüftgelenksdysplasie festgestellt?

Um eine HD beim Hund über ein Röntgenbild festzustellen und beurteilen zu können, muss er in Narkose gelegt und geröntgt werden. Die Narkose ist wichtig, da der Patient auf dem Rücken liegen und die Beine seitlich gespreizt haben muss.

Diese Haltung ist ziemlich unangenehm, so dass kaum ein Hund in dieser Position völlig ruhig liegen bleiben würde. Eine absolut ruhige Lage ist jedoch für die Beurteilung des Hüftgelenks zwingende Voraussetzung.

Und wonach wird das Hüftgelenk denn nun beurteilt?

Anhand des Röntgenbildes wird durch die Mitte beider Oberschenkelköpfe eine Querlinie gezogen. Diese Linie wird dann mit dem äußeren Rand der Gelenkspfanne verbunden.

Ist der Winkel 105° oder größer wird das Gelenk positiv beurteilt. Der Oberschenkel hat also einen guten Halt.

Je weiter der Oberschenkelkopf aus der Beckenpfanne heraus positioniert ist, desto geringer der Winkel.

Ist der Deutsche Schäferhund am stärksten betroffen?

Oft heißt es, der Schäferhund ist am stärksten betroffen und Mischlingshunde bekommen keine HD. Das stimmt so nicht. Die Hüftgelenksdysplasie wurde nur erstmals am Schäferhund festgestellt.

Daher wird sie oft irrtümlich speziell mit ihm in Verbindung gebracht. Er ist zwar nicht selten betroffen, aber es gibt Hunderassen, die noch stärker zu einer HD neigen.

Welche Rassen gehören zu den Risikogruppen?

Recherchiert man zu diesem Thema, wird man Studien finden, die die großen und schweren Rassen mit HD in Verbindung bringen. Andere Studien besagen, dass die Größe für eine Hüftdysplasie nicht den Ausschlag gibt.

HD beim Hund: Sind kleinere Hund nicht betroffen?

Verschiedene Studien zeigen, dass z.B. Pekinesen oder der Beagle häufig von Hüftgelenksdysplasie betroffen sind. Nur zeigen diese kleinen und leichten Rassen selten Symptome und werden daher auch nicht röntgenologisch untersucht.

Eine klare Aussage ist schwierig

Letztendlich ist es schwer zu sagen, welche Rassen am häufigsten betroffen sind. Schließlich kann manche leichtere HD beim Hund unentdeckt bleiben. Und die sich später entwickelnde Arthrose wird als reine Alterserscheinung angesehen.

Wo liegen die Ursachen für eine HD beim Hund?

Oftmals ist diese Erkrankung genetisch bedingt. Es gibt aber auch andere Faktoren, die bei der Entstehung einer Hüftdysplasie eine Rolle spielen.

Zum einen kann es die Ernährung beeinflussen, wenn sich Knochen nicht richtig entwickeln. Ein Zuviel oder auch ein Zuwenig an Calcium ist kritisch zu betrachten.

Außerdem kann eine Kastration dazu führen, dass sich Knochen nicht gut ausbilden bzw. es zu Fehlbildungen kommt. Ganz besonders, wenn die Kastration in der Pubertät des Hundes stattfindet, in der die Wachstumsphase noch nicht beendet ist.

Die Ernährung

Problematisch ist hier, dass Calcium vom Phosphorspiegel im Blut abhängig ist! Ist der Phosphorspiegel bei 1, dann sollte der Calciumspiegel bei 1,0 bis 1,2 liegen.

So ein Verhältnis wird nicht erreicht, wenn ausschließlich rohes Fleisch und Innereien, ggfs. mit Gemüse und Flocken gefüttert werden. Denn diese Nahrungsmittel haben hohe Phosphorwerte. Ist also der Phosphorspiegel hoch, muss der Körper zusehen, dass er entsprechend viel Calcium erhält. Geschieht das nicht über die Nahrung, holt er es sich aus den (eigenen) Knochen.

Und gerade in der Wachstumsphase wird so viel Calcium benötigt, wie nie wieder im Leben des Hundes. Wir Menschen haben zum Wachsen ca. 20 Jahre Zeit. Unsere (großen) Hunde müssen mit 2-3 Jahren ausgewachsen sein (z.B., um die 80 kg eines Bernhardiners zu erreichen).

Vielleicht denken Sie jetzt, Sie können ja einfach generell viel mehr Calcium als Phosphor füttern? Das ist keine gute Idee!

Denn wenn die Knochen kein Calcium mehr benötigen und einlagern, wird Calcium eben in den inneren Organen eingelagert. Eine verknöcherte Lunge kann hier eine Folge sein!

 

HD beim Hund: Inwieweit kann eine Kastration eine Rolle spielen?

Eine Kastration führt dazu, dass der Körper deutlich weniger Sexualhormone bildet. Jedoch spielen Sexualhormone nicht nur im Rahmen der Sexualität eine Rolle. Sie sind auch für den Stoffwechsel und das Wachstum enorm wichtig.

Somit erhöht sich das Risiko für bestimmte Erkrankungen stark. Harninkontinenz, Schilddrüsenunterfunktion oder Kreuzbandriss können die Folgen einer Kastration sein. Lesen Sie hierzu meinen Blog-Post http://gesunde-hunde-lueneburg.de/kastration-beim-hund

Ganz besonders kritisch sind Kastrationen zu sehen, die noch während der Wachstumsphase durchgeführt werden.

Der Tierarzt Dr. Rückert aus Ulm räumt in seinem Blog-Post mit überholten Meinungen auf:

http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=18951

Folgen einer HD beim Hund

Da bei einer Hüftgelenksdysplasie der Oberschenkelkopf nicht korrekt in der Beckenpfanne liegt, kommt es hier zu Fehlbelastungen: Der Kopf des Oberschenkels scheuert irgendwann auf der Hüftgelenkspfanne. Der HD-Patient hat nun auch noch eine Arthrose!

HD beim Hund vorbeugen

Falls Sie nicht feststellen können, ob die Eltern Ihres Hundes an einer Hüftdysplasie leiden:

  • Achten Sie darauf, dass das Phosphor-Calcium-Verhältnis bei Ihrem Hund stimmt! Besonders in der Wachstumsphase!
  • Lassen Sie Ihren Hund nur kastrieren, wenn es zwingende gesundheitliche Gründe dafür gibt!

Die Behandlung einer HD beim Hund

Eine ganze Reihe von Möglichkeiten gibt es hierzu. Welche Möglichkeit für Ihren Hund am meisten Sinn macht, hängt von Schweregrad der Erkrankung und Alter Ihres Hundes ab. Und natürlich ist die eine Methode kostenintensiver als die andere. Hier eine kleine Auswahl:

  • Eine Hüftgelenks-OP

Gerade bei einem jungen Hund mit einer schweren HD kann ein neues Hüftgelenk Sinn machen. Ab einem Alter von 6 Jahren steigt jedoch das Narkose-Risiko.

Ist der Hund älter als 10 Jahre sollte nicht mehr operiert werden. Schließlich handelt es sich hier um eine größere Operation, die mehrere Stunden andauert.

  • Goldakkupunktur

Die Tierärzte Dr. Rosin in Berlin und Dr. Nickoleit in Windeby führen routiniert die Goldakupunktur durch. Und haben viele Jahre Erfahrung in diesem Sektor. Hier können Sie sich über die Tierarztpraxis Gut Windeby informieren: http://www.tierarztpraxis-windeby.de/

  • Das Beste aus der Erkrankung machen

Sollte eine HD bei Ihrem Hund diagnostiziert worden sein, dann suchen Sie bitte einen Hundephysiotherapeuten auf (http://www.bvm-tierphysio.de/). Er oder sie zeigt Ihnen Übungen, die die Muskulatur Ihres Hundes stärkt.

Denn wenn die Bewegung in einem oder beiden Hüftgelenken auch noch nicht schmerzhaft sein sollte: Irgendwann tut Gehen weh! Und dann verkürzen sich Muskeln, andere bilden sich zurück.

Und durch die ungünstige Lage des Oberschenkelkopfes innerhalb der Gelenkspfanne ist eine Arthrose vorprogrammiert!

Eine gute Hundephysiotherapie kann kleine Wunder bewirken! Das bedeutet ja nicht, dass Sie ein ganzes Hundeleben lang mit Ihrem Hund zur Physio müssen! Lassen Sie sich Übungen zeigen, die Sie gut in Ihren Alltag integrieren können.

Und gehen Sie zu einem guten Tierheilpraktiker, der Ihnen verschiedene Nahrungsergänzungen zeigt, mit denen Sie Ihren Hund zusätzlich unterstützen können. Einen guten Tierheilpraktiker finden Sie beim Verband niedergelassener Tierheilpraktiker: http://www.f-n-thp.de. Und falls Sie im Raum Lüneburg leben, können Sie auch gleich zu mir in die Praxis kommen! Da haben Sie Tierheilpraxis und Physiotherapie in Einem: http://www.tierheilpraktiker-lueneburg.de/tierheilpraxis-lueneburg/

Bitte handeln Sie, bevor die ersten Symptome zu sehen sind. Sie können Ihrem Hund helfen und ihn unterstützen. Aber fangen Sie rechtzeitig damit an! Besser heute als morgen!

 

Tierheilpraktikerin Lüneburg

 Tierheilpraktikerin Lüneburg

Tierheilpraktikerin Lüneburg

„Canes sani“ oder auch „Tierheilpraktikerin Lüneburg“

Ich firmiere unter „Canes sani“, denn das heißt „Gesunde Hunde“! Oder einfach unter „Tierheilpraktikerin Lüneburg“. Genau gesagt, befindet sich meine Tierheilpraxis im Landkreis Lüneburg und ist ca. 20 Minuten von Lüneburg entfernt.

Ein Beispiel aus meiner Praxis

Heute möchte ich von einem sehr typischen Beispiel aus meiner Praxis berichten.

Ein Hundebesitzer ging zum Tierarzt, da sich sein Hund auf einmal stark gekratzt hat. Leider war der eigentliche Tierarzt in Urlaub. Denn der wählt durchaus Alternativen zu Antibiotika und Cortison. Und macht untersucht Kotproben und gibt nicht „blind“ irgendwelche Medikamente gegen einen Wurmbefall.

Doch der Tierarzt, den der Patienenbesitzer nun aufgesucht hatte, griff sofort zu einem Antibiotikum. Was den Juckreiz nicht verändert hat.

Ein neuer Termin wurde vereinbart. Es sollte Cortison verabreicht werden.

Tierheilpraktikerin Lüneburg: Cortison nur, wenn es um Leben und Tod geht!

In meiner Ausbildung habe ich von einem Tierarzt gelernt, dass die Nebenwirkungen von Cortison so dramatisch sind, dass man es nur gibt, wenn es lebensbedrohlich wäre, es nicht zu geben.

Also z.B. bei einer Autoimmun- bzw. Autoaggressionserkrankung. Ein Beispiel ist AIHA. Das steht für Autoimmun Hämolytische Anemie. Häh? Das bedeutet, dass das eigene Immunsystem die roten Blutkörperchen angreifen und zerstören! Ein absolut lebensbedrohlicher Vorgang!

Oder bei einer schweren Allergie! Cortison senkt ja das Immunsystem. Denn die Abwehrzellen bestehen aus Eiweißen. Und Cortison verarbeitet Eiweiße zu Zucker, also Glycose. Also stehen weniger Abwehrzellen für die Immunabwehr zur Verfügung.

Natürlich stellt der Körper ja auch selbst Cortison her. Dieses Hormon hat also absolut seine Berechtigung. Z.B. in Stresssituationen sorgt es dafür, dass wir gut funktionieren. Aber es sollte eben nicht dauerhaft ausgeschüttet werden.

Leider ist es in manchen Tierarztpraxen üblich, einfach ein Cortisonpräparat zu verschreiben. Fertig. Einer möglichen Ursache wird nicht nachgegangen. Natürlich kann der Findungsprozess bei einer Allergie sehr langwierig sein. Aber in vielen Fällen wird es ja nicht einmal versucht!

Cortison wirkt stark entzündungshemmend, so dass der Juckreiz erst einmal nachlässt. Bis er wiederkommt. Denn Cortison bekämpft oder eliminiert ja nicht die Ursache.

Tierheilpraktikerin Lüneburg: Wie ging es weiter?

Die Frau des Hundebesitzers meldete sich bei mir. Wir vereinbarten einen Termin. Wie in meinem Blog-Post „Bioresonanz Hund“ schon beschrieben, arbeite ich mit der Bioresonanz nach Paul Schmidt.

Der Hund wurde untersucht und ich fand 2 Bereiche, auf die er allergisch reagiert: Pollen und Kernobst!

Ich dachte noch, na, Kernobst kommt ja nicht infrage und Pollen sind unglaublich undankbar. Nicht unmöglich, dagegen vorzugehen, aber in der Regel sind die Behandlungen sehr langwierig. Das weiß ich aus eigener Erfahrung nur zu gut!

Doch dann kam es: Die Besitzerin sagte, ihr Hund würde auch einen Anteil an deren Smoothies erhalten…

Inzwischen wird das Kernobst weggelassen und er beißt sich deutlich weniger. Manchmal kann es so einfach sein!

Dieser Fall ist ein Beispiel von vielen. Oft werden einfach die Symptome behandelt und es wird gar nicht erst versucht, einer möglichen Ursache auf den Grund zu gehen. Ja, das kann langwierig und aufwändig sein. Und nicht jeder Hundebesitzer kann sich das leisten.

Aber man kann es ihm doch wenigstens anbieten! Anstelle dessen wird einfach ein Medikament verabreicht und nach Wochen oder Monaten beginnt alles wieder von vorn…

Schade! Denn manchmal kann es wirklich einfach sein!

 

Anmerkung: Natürlich ist es nicht immer so einfach. Es gibt durchaus chronische Erkrankungen, die man lebenslang behandeln muss. Diese sind mit meinem Blog-Post aber nicht gemeint.

Schauen Sie doch auch mal auf meiner Internetseite „www.canes-sani.de“ vorbei! Da können Sie sich ein umfassendes Bild zu meiner Aus- und Fortbildung und den von mir angebotenen Therapieformen machen.