Kreuzbandriss Hund

Kreuzbandriss Hund

Kreuzbandriss Hund

Was ist das Besondere am Kreuzbandriss bei Hunden?

Sicherlich hören Sie immer wieder von Kreuzbandrissen bei Fußballern. Wir Menschen leiden an Kreuzbandrissen aufgrund von Unfällen bzw. extremer Belastung. Kreuzbandriss Hund: Das ist etwas völlig anderes! Aber warum?

Die Antwort findet man in der speziellen Anatomie des Hundekniegelenks: Der Oberschenkel liegt sehr abschüssig auf dem Unterschenkel. Das ist einzigartig in der Tierwelt!

Ohne einen starken Bandapparat würde der Oberschenkel wegrutschen. Das Kniegelenk hat starke Bänder im und am Kniegelenk. Dabei wird das vordere Kreuzband besonders stark beansprucht.

Kreuzbandriss Hund: Die Zahlen sprechen für sich

Wenn man sich die Zahlen ansieht, wie oft das vordere und wie oft das hintere Kreuzband beim Hund reißt, dann sagt das alles:

  • zu 98% ist das vordere Kreuzband betroffen
  • zu 1% ist das hintere Band betroffen
  • zu 1% sind beide Bänder betroffen

Kein anderes Tier (der Mensch auch nicht) hat so ein instabiles Kniegelenk wie der Hund. Weiter unten finden Sie ein Video dazu! Es ist immer einfacher, wenn man sich ein Bild machen kann.

Kreuzbandriss Hund: Was passiert da genau?

Der Kreuzbandriss scheint oft aus heiterem Himmel aufzutreten. Dabei handelt es sich dann oft nur um das letzte Stück eines Kreuzbandes, das auf einmal gerissen ist. Dass es bereits angerissen war, ist dem Hundebesitzer nicht aufgefallen.

Aufgrund der extrem starken Beanspruchung allein schon durch die spezielle Anatomie des Kniegelenks beim Hund ist das Band immer poröser geworden, so dass es schließlich reißt.

Wenn also diesem Riss keine besondere sportliche Aktivität vorangegangen ist, so ist das nicht verwunderlich. Ohne Vorwarnung hat der Hund plötzlich Schmerzen beim Laufen.

Kreuzbandriss Hund: Wann tritt er verstärkt auf?

In den meisten Fällen erleiden Hund ab einem Alter von 6 Jahren einen Kreuzbandriss.

Wie macht sich ein Kreuzbandriss bei Hunden bemerkbar?

Der Hund hat Schmerzen im Knie und läuft extrem lahm. Er vermeidet es, mit der betroffenen Hintergliedmaße aufzutreten. Im Sitzen winkelt der Patient das Knie seitlich ab.

Wie sieht eine Behandlung normalerweise aus?

Zuerst einmal müssen die Schmerzen gelindert und die Entzündungsprozesse reduziert werden.

Standardmäßig wird nach einem Kreuzbandriss eine Operation durchgeführt.

 

Kreuzbandriss Hund: Welche OP ist hier empfehlenswert?

Es gibt viele unterschiedliche Operationstechniken nach einem Kreuzbandriss beim Hund. Nach der OP muss dann wochenlang sogenannte „Boxenruhe“ bewahrt werden, was für Hund und Halter oft unerträglich ist.

Eine objektive Beurteilung ist oft schwierig. Denn natürlich stellt der jeweilige Tierarzt seine Methode als die beste dar. 

Und selbstverständlich „muss“ eine OP durchgeführt werden. Denn Operationen sind eine gute Einnahmequelle. Was für den Humanbereich gilt, gilt auch für den Veterinärbereich. 

Doch mit einer OP ist das Problem noch lange nicht aus der Welt geschafft! Denn nach der OP ist vor der OP. In den allermeisten Fällen ist bald auch das Kreuzband des anderen Kniegelenks betroffen.

Außerdem wird Ihr Hund irgendwann mit einer Arthrose in den Kniegelenken zu tun haben. Hier erfahren Sie mehr zum Thema „Arthrose beim Hund„.

Kreuzbandriss Hund: Welche Alternativen gibt es?

Parallel zum Tierarztbesuch ist es auch empfehlenswert, einen guten Tierheilpraktiker hinzu zu ziehen.

Tierheilpraktiker mit seriöser Ausbildung und bestandener Prüfung finden Sie unter http://f-n-thp.de. Bei dem FNT handelt es sich um einen Berufsverband, bei dem man nur Mitglied werden kann, wenn man sich außerdem jährlich weiterbildet.

Und wie verhält es sich eigentlich in der Natur? Wie geht der Wolf mit einem Kreuzbandriss um?

Bei Wolf und Dingo kann es aufgrund ihrer Anatomie auch zu Kreuzbandrissen kommen. Hier zieht sich das Tier für einige Tage zurück und macht dann allmählich und geruhsam weiter. 

Kreuzbandriss Hund: Können hier Wolf und Dinge ein Vorbild sein?

Es ist eine Überlegung wert, mit dem Kreuzbandriss anders umzugehen, als es sonst üblich ist. Zu 90% ist das möglich!

Denn nicht für jeden ist eine Kreuzband-OP ohne weiteres bezahlbar. Und nicht selten ist nach einer OP alles in Ordnung! Es kann Komplikationen geben, die strenge Ruhe ist, wie schon erwähnt, sehr schwer zu ertragen.

Wie kann die Naturheilkunde Ihren Hund unterstützen?

Eine Möglichkeit im Rahmen der Naturheilkunde für Tiere wäre z.B. eine Blutegeltherapie. Klingt gruselig? Es handelt sich hier selbstverständlich um medizinische Blutegel, die nur ein einziges Mal eine Blutmahlzeit zu sich nehmen dürfen.

Eine Blutegeltherapie kann durchaus empfehlenswert sein.  Denn Blutegel haben Stoffe in ihrem Speichel, die stark entzündungshemmend wirken. Und längst sind noch nicht alle Inhaltsstoffe im Speichel des Blutegels erforscht.

Wussten Sie z.B., dass Kühe, die an Gräben und kleinen Flüssen leben, spezielle Gebiete aufsuchen? Und zwar die, in denen verstärkt Blutegel leben? 

Weitere Möglichkeiten stellt Ihnen Ihr Tierheilpraktiker/Ihre Tierheilpraktikerin vor.

Kreuzbandriss Hund: Wie kann eine Prophylaxe aussehen?

Bitte lassen Sie Ihren Hund nur im Notfall kastrieren! Und zwar, wenn es sozusagen um Leben und Tod geht. Es ist jedoch kein Notfall, wenn z.B. mehrere Hunde in einem Haushalt zusammen leben. Da gibt es andere Mittel als eine Kastration. Die kennt nur leider fast niemand! Lassen Sie sich von Ihrer Tierheilpraktikerin beraten.

Denn: Ein Kreuzbandriss tritt viel häufiger bei kastrierten Hunden auf. Schließlich haben Sexualhormone eine bisher oft unterschätzte Wirkung auf Wachstum und Stoffwechsel. Lesen Sie dazu hier weiter: „Kastration Hund„.

Kreuzbandriss Hund: Gönnen Sie Ihrem Hund eine Physiotherapie

Die Hundephysiotherapie kann bei Kreuzbandrissen gute Dienste leisten. Und zwar bei der Prophylaxe und auch bei der Nachsorge. Sie sorgt u.A. für eine gute Muskulatur und einen starken Bandapparat.

Das kann mittels eines Laufbandes oder mit einer Krankengymnastik für Hunde der Fall sein. Bei einem Hundelaufband kann man die Bewegungen gut steuern, da sich der Hund hier gleichmäßig bewegt. Abrupte Stopps sollten in der Vorsorge reduziert und in der Nachsorge vermieden werden.

Eine Massage beim Hund darf hier natürlich auch nicht fehlen, denn sobald Ihr Hund Schmerzen hat, wird er andere Gliedmaßen viel stärker belasten. Ist die Muskulatur angespannt, zieht sie sich also zusammen, dann wird sie nicht mehr gut durchblutet.

Die Hundemassage sorgt wieder für eine bessere Durchblutung und damit für einen Abtransport von Schmerz- und Entzündungsstoffen im Blut. Somit trägt sie auch dazu bei, dass der Kreuzbandriss nicht weitere „Baustellen“ nach sich zieht!

Und das ist natürlich noch lange nicht alles! Im Rahmen einer Hundephysiotherapie gibt es noch viele weitere Möglichkeiten. Doch die müssen selbstverständlich im Einzelfall besprochen werden.

Informieren Sie sich hier, welcher Hundephysiotherapeut in Ihrer Nähe ist: http://bvm-tierphysio.de.

In diesem Video erläutere ich die Besonderheiten beim „Kreuzbandriss Hund“: https://youtu.be/ikC33KEVFzw