Läufigkeit Hündin

Laeufigkeit Huendin

Laeufigkeit Huendin

Läufigkeit Hündin: Ist ein Hormonchip die Lösung?

Welche Varianten gibt es hier?

Läufigkeit Hündin: Viele Hundebesitzer möchten sie mit einem Hormonchip unterdrücken.

Dazu wird das für die Hündin (oder Katze) zugelassene Proligeston bzw. Delvosteron eingesetzt. Dieses Medikament unterdrückt die Läufigkeit der Hündin.

Interessanterweise wird für die Läufigkeitsunterdrückung der Hündin auch der nur für den Rüden zugelassene Wirkstoff Deslorelin verwendet. Über mögliche Folge lesen Sie hier mehr:  http://www.tierheilpraktiker-lueneburg.de/hormonchip-ruede/

Wann ist es notwendig (chirurgisch) zu kastrieren?

  • Bei einer Gebärmuttervereiterung
  • Bei einer chronischen Gebärmutterentzündung (trifft bei ca. 2% der Hündinnen zu)
  • Bei Tumorerkrankungen
  • Wenn die Hündin stark unter einer Scheinschwangerschaft leidet (bitte hier erst einmal versuchen, ob sich diese Problematik nicht alternativmedizinisch regulieren lässt)
  • evtl. bei Hündinnen, die das ganze Jahr über von Rüden belästigt werden, da sie permanent für sie sehr spannend riechen. Pro und Contra muss schließlich im Einzelfall abgewogen werden. Evtl. sollten hier lediglich die Eierstöcke entfernt werden. Dieser Eingriff hat nicht ganz so starke Folgen auf die Gesundheit.

Macht eine prophylaktische Kastration der Hündin Sinn und wenn ja: Wann?

Der Brustkrebs der Hündin

Es gibt immer noch hartnäckige Gerüchte, dass sich durch eine Kastration ein Tumor der Säugeleiste verhindern ließe. Eine Reihe von Studien haben das mittlerweile widerlegt.

Es hat sich inzwischen herausgestellt, dass Übergewicht innerhalb des ersten Lebensjahrs und zu energie- und eiweißreiche Nahrung die Bildung eines Gesäugetumors fördert. Und das kann daher auch bei kastrierten Hündinnen passieren.

Die Gebärmuttervereiterung

Eine geschlossene Gebärmuttervereiterung ist natürlich eine gefährliche Erkrankung. Die Gebärmutter kann aber auch noch entfernt werden, wenn sie tatsächlich vereitert ist.

Achten Sie dazu auf folgende Symptome:

  • vermehrtes Trinken
  • erhöhte Körpertemperatur
  • Scheidenausfluss
  • Mattigkeit/Unwohlsein
  • steifer/schmerzempfindlicher Rücken
  • steifer Gang

Treten eines oder mehrere dieser Symptome ca. 4-10 Wochen nach der Läufigkeit auf, dann suchen Sie bitte sofort Ihren Tierarzt bzw. besser Ihre Tierklinik auf.

Aber Achtung: Es kann auch durchaus sein, dass lediglich der Gang steif ist! Und das kann dazu führen, dass Sie vielleicht vermuten, Ihre Hündin hätte Probleme im Bewegungsapparat.

Es ist daher sehr wichtig, dass Sie sich die Läufigkeit Ihrer Hündin merken. Und am besten notieren.

Läufigkeit Hündin: Was hat es nun mit dem Hormonchip auf sich?

Wegen des Wirkstoffs Deslorelin gibt es zur Zeit ja noch keine offizielle Gegenanzeigen. Weder für den Rüden, noch für die Hündin (vergessen wir hier nicht, dass dieser Wirkstoff für die Hündin nicht zugelassen ist.)

Wenn es um Delvosteron geht, werden Nebenwirkungen genannt:

  • Erkrankungen des Uterus
  • Hautveränderungen
  • Haarausfall
  • Verfärbung der Einstichstelle (dort, wo das Implantat gesetzt worden ist)
  • Wesensveränderungen
  • leichter Diabetes bei häufiger Verabreichung
  • Vergrößerung der Milchleiste
  • Schwellungen im Bereich des Kopfes und des Bauches
  • Blutungen
  • verstärkter Appetit und damit verknüpfte Gewichtszunahme

Läufigkeit Hündin: Fazit

Wägen Sie gründlich ab, ob wirklich eine Kastration notwendig ist.

Einen ausführlichen Blog-Post über die möglichen Folgen einer Kastration beim Hund finden Sie hier: https://gesunde-hunde-lueneburg.de/kastration-hund/

Und wenn Sie zu dem Schluss kommen, dass eine Kastration erforderlich ist, dann bevorzugen Sie die operative. Und – besser noch – wählen Sie die Sterilisation. Zumindest, wenn es um die Unterdrückung der Läufigkeit Ihrer Hündin geht.

 

Hormonchip Rüde

Hormonchip Ruede

Kastrationschip Ruede

Hormonchip Rüde

Diese Informationen können das Leben Ihres Hundes verlängern!

Hormonchip Rüde: Das sollten Sie unbedingt wissen!

Zuerst einmal: Haben Sie gründlich das Für und Wider abgewogen, ob eine Kastration wirklich notwendig ist? Zu diesem Thema gibt es schon einen Blog-Post. Denn in den letzten Jahren mehren sich die Hinweise und sogar Studien, dass eine Kastration gravierende Nebenwirkungen haben kann. Hier können Sie den Beitrag nachlesen.

Wie wird der Hormonchip verabreicht? 

Der Kastrationschip ist ein Implantat, vergleichbar mit dem Mikrochip zur eindeutigen Identifizierung Ihres Hundes. Er wird dem Rüden mit einer dicken Nadel unter die Haut geschoben. Übrigens wird er durchaus auch bei Hündinnen eingesetzt – ohne entsprechende Zulassung.

Wie wirkt der Hormonchip beim Rüden?

Es handelt sich hier um ein Medikament mit dem Wirkstoff Deslorelin. Es gibt hier 2 Varianten:

  • Wirkdauer von 6 Monaten über einen 4,7 mg-Chip
  • Wirkdauer von 12 Monaten über einen 9,4 mg-Chip

Deslorelin ist chemisch fast identisch mit einem Botenstoff, der die Produktion von Östrogen und Testosteron anregt. Dieser Botenstoff sorgt ebenfalls für die Bildung des Spermas und für die Heranreifung des Eis.

Normalerweise erhalten die Andockstellen für diesen Botenstoffen den entsprechenden Reiz lediglich in Intervallen. Mit dem Medikament erfolgt eine Art Überflutung, so dass es nach ca. 24 oder auch mehr Stunden zu einer Desensibilisierung kommt.

Der Testosteronspiegel liegt auf einem Niveau, der einer Kastration entspricht. 4-6 Wochen nach der Implantation entfaltet der Chip seine volle Wirkung. Der Hoden ist deutlich verkleinert.

Laut Hersteller sollen sich nach 63 Tagen nach Ablauf der 6 bzw. 12 Monate wieder Spermien bilden.

Es ist aber nicht auszuschließen, dass sich die Hoden erst später wieder zur vollen Größe zurückbilden.

Hormonchip Rüde: Was für Risiken gibt es?

Zuerst einmal sollte der Rüde nicht zu früh mit einem Hormonchip versehen werden. Sexualhormone sind wichtig für die körperliche und auch für die seelische Entwicklung Ihres Hundes. Eine zu frühe Kastration – egal ob hormonell oder manuell – kann noch gravierendere Folgen haben, als bei  einem erwachsenen Hund.

Z.B. können sich die Knochen nicht vollständig ausbilden. Die gefürchtete Hüftgelenksdysplasie, die HD, kann eine Folge sein. Was ist eine HD? Dazu in diesem Bericht mehr!

Hinzu kommt, dass bei einer sehr frühen Kastration das zusätzliche Risiko besteht, dass ein Hoden wieder aufsteigt. Denn bei großen Rassen schließt sich der Leistenkanal erst mit ca. 2 Jahren. Steigt ein Hode wieder auf, besteht die Gefahr, dass das Gewebe entartet!

Und weitere mögliche Nebenwirkungen?

Manche Rüden reagieren bereits auf den ersten Chip, die meisten jedoch auf den 2. Bitte werden Sie hellhörig, wenn Ihr Hund 6-8 Wochen nach dem Einsetzen des Implantats Krankheitssymptome zeigt. Oder 4 Wochen vor Ablauf.

Es kann sich dabei um folgende Symptome handeln:

  • Schlechter Appetit bzw. wechselhaftes Fressverhalten
  • Starke Abmagerung
  • Erbrechen
  • Umfangsvermehrung
  • Geschwollene Leber
  • Extrem niedriger Cortisolwert
  • Ascites bzw. Bauchwassersucht, eine Ansammlung von Flüssigkeit innerhalb der Bauchhöhle
  • Schilddrüsenfunktionsstörungen
  • Verlängerung des Gaumensegels
  • Inkontinenz
  • Zurückbildung der Muskulatur
  • Haarausfall (teilweise oder auch am ganzen Körper)
  • Fehlende Rückbildung der Hoden zur normalen Größe und Sterilität noch nach Jahren
  • Ohrentzündungen
  • Mattigkeit, Lustlosigkeit und fehlender Spieltrieb

Die Symptome haben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

Wenn Ihr Hund jedoch nach der Implantation eines Hormonchip Symptome zeigt, die Sie nicht einer anderen Ursache zuordnen können: Denken Sie bitte an den Chip!

Und ziehen Sie den Tierarzt Ihres Vertrauens und einen guten Tierheilpraktiker zur Rate: Verband Niedergelassener Tierheilpraktiker

Impft Ihr Tierarzt eigentlich entsprechend der Empfehlungen der Ständigen Impfkommission für den Veterinärbereich? Finden Sie es heraus: https://gesunde-hunde-lueneburg.de